Gehören Sie auch zu den Menschen, die während eines Telefonats auf einem Blatt Papier rumkritzeln? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was ihre Zeichen über Sie bzw. das Gespräch aussagen können? Hier geht es nicht um Notizen, die man sich im Berufsleben macht, um die Informationen später verwerten zu können, sondern um Ihre ganz privaten Aufzeichnungen.
Wer Kreise malt, führt ein offenes Gespräch, das sich aber nicht so recht zu einem Endpunkt bringen lässt. Das Thema, das besprochen wird, dreht sich im Kreis und man wiederholt sich ständig. Wer Kreise zeichet und diese dann zu einem dicken Punkt ausfüllt, drückt damit aus, dass der Gesprächsstoff nicht so interessant ist und man deshalb die Zeit hat, den Kreis auszumalen. Meist zeichnet man erst Linien kreuz und quer, um dann die Zwischenräume aufzufüllen.
Wer Rechtecke aufs Papier malt, ist hochkonzentriert. Wenn man versucht, Quadrate zu zeichnen, läuft das logische Denkvermögen auf Hochtouren.
Wer Linien nebeneinander zeichnet, drückt ein Auf und Ab im Telefonat aus. Wer diese Linien durch Querstriche durchbricht, ist versucht, das Gespräch als insgesamt negativ zu bewerten. Wer sich noch die Mühe macht, das Blatt so zu drehen, dass die Querstriche als Linien von oben nach unten erscheinen, hat innerlich das Telefonat schon beendet. Wellenlinien bezeugen Langeweile oder Unkonzentriertheit während des Gesprächs.
Ist Ihre Unterlage voller Pfeile, so spiegelt jeder Pfeil die Stimmung wider, die man in den Momenten des Telefonats hatte; nach oben gilt als positiv, nach unten als negativ, nach links als Vorsicht und nach rechts als Offenheit bzw. Hinweis auf ein neues Thema.
Wer Worte kritzelt, tut dies, um die Notizen für weitere Aktivitäten zu nutzen. Dabei schreibt man wichtige Sachen meist um einiges größer als Allgemeininformation. Wenn jemand das gesamte Blatt kreuz und quer mit Riesenlettern beschriftet, so bedeutet das nicht, dass alles wichtig ist. Es sagt lediglich aus, dass man entweder besonders hektisch oder genervt ist.
Unterstreicht man Worte, so ist nicht zwangsläufig alles wichtig. Wird der Balken immer dicker unter dem Wort oder Satz, so kehrt sich die Dringlichkeit ins Gegenteil um, weil der Balken stärker ins Auge sticht als das ehemals einfach unterstrichene Wort. Sind alle Worte ein- oder mehrfach unterstrichen, ist Ihnen die Person am anderen Ende des Telefons wichtig. Ist jedes Wort allerdings riesig groß geschrieben und unterstrichen, so stellen Sie sich und Ihre Meinung in den Vordergrund.
Kreuzchen und Häkchen sagen aus, dass man etwas als erledigt betrachtet, das Kreuzchen im negativen, das Häkchen im positiven Sinn.
Sind Ihre (Auf)Zeichnungen ein Gewirr aus Buchstaben, Linien und Zeichen völlig ungeordnet auf dem Blatt verteilt, so drückt das ihre Unruhe aus; diese ist allerdings nicht auf das Gespräch bezogen, sondern eine Charaktereigenschaft Ihrer Person.
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass sie in Zeiten der Verliebtheit den Namen einer Person zigfach schreiben, wenn sie nicht mit ihr/ihm telefonieren? Wenn sie mit ihr/ihm telefonieren, der Name aber kaum auf der Kritzelunterlage auftaucht? Oder haben Sie schon einmal bemerkt, dass eine Person, die sie nicht ausstehen können, selten geschrieben wird oder falls doch, danach durchgestrichen oder übermalt wird? Ist eine Liebe vorbei, so wird auch der Name gerne bis zur Unkenntlichkeit "verziert".
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